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Auf dem Dach Europas, Teil 1

ZDF-Dokumentarfilm
Die Alpen und der Mensch, das waren von jeher Geschichten von Superlativen, von Erfolgen und vom tragischen Scheitern. Doch das höchste Gebirge Europas ist viel mehr als nur ein gewaltiges Ausrufezeichen der Natur. In acht Staaten prägen die steilen Bergmassive die Landschaft und das Leben von fast 15 Millionen Menschen. Klimatische Besonderheiten und Extreme machen die Alpen aber auch zu einem besonders empfindlichen und gefährdeten Ökosystem.

Gerade in jüngerer Zeit haben Klimawandel, Tourismus und der zunehmende Transitverkehr die alpine Natur gravierend verändert. Der "Abenteuerspielplatz Europas", wie die Alpen in Schlagzeilen betitelt wurden, war allein im Jahr 2012 Ziel für etwa 100 Millionen Touristen aus aller Welt.

Für ihre zweiteilige Dokumentation haben die ZDF-Reporter Barbara Lueg und Stephan Merseburger dem Bann der Berge nachgespürt. Ihre Reise folgte der "Via Alpina", einem 6000 Kilometer langen Wanderweg, der die Alpen in ihrer ganzen Länge von Westen nach Osten durchmisst. Während das eine Team in Slowenien beginnt, startet das andere in den französischen Westalpen. Geschichten von außergewöhnlichen Menschen, herrlichen Landschaften, von ewigem Eis und luxuriösen Skiparadiesen säumen ihren Weg und führen sie schließlich auf das "Dach Europas", das Jungfraujoch.

Die zweiteilige Dokumentation startet in den slowenischen Alpen, am höchsten Berg des Landes, am 2800 Meter hohen "Triglav", dem "Dreikopf", und am "Bleder See". Stephan Merseburger stellt die Schönheit dieser noch überwiegend unbekannten Alpenregion vor. Die Reise von ZDF-Reporterin Barbara Lueg beginnt in "Col de Roselend" im französischen Savoyen. Hier bereiten die Almbauern den Almabtrieb vor und werden in Annecy, der "Alpenstadt 2012", bei einer prächtigen Parade gefeiert.

Eine weitere Station der Reise ist der Wörther See, auch die Riviera Österreichs genannt. Gunter Sachs machte den See in den 60er- und 70er-Jahren zum Tummelplatz der Schickeria. Bis heute zieht es viele Schöne und Reiche hierher. Da werden Seegrundstücke auch schon mal mit dubiosen Methoden besorgt.

Tignes oder besser "Super-Tignes", das steht heute für eine kalte, künstliche Retortenstadt. Hier zeigt Barbara Lueg, das Geld für die alpine Bergwelt nicht immer segensreich ist.

Der Hintertuxer Gletscher gewährt, und das ist einmalig in den Alpen, Einblicke ins "ewige Eis". In 3200 Meter Höhe erleben Stephan Merseburger und sein Team einen schillernden Kosmos aus Eiskristallen und Eistunneln.

Auf seiner Reise weiter Richtung Westen erreicht Stephan Merseburger die Winterwunderlandschaft von Kitzbühel, einem Jetset-Paradies und heute Tummelplatz reicher Russen. Kitzbühel wirbt damit, schneesicher zu sein. Von Ende November bis Ostern sollen die Kassen klingeln, doch mit Naturschnee allein ist das längst nicht mehr zu schaffen.

Bevor Barbara Lueg den König der Alpen, den Mont Blanc und damit die letzte Station des ersten Teils besucht, bekommt sie im französischen Beaufort noch einen Einblick in eine ganz besondere Kunst, die des "Käsemachens".

Am Mont Blanc schließlich ist die Hälfte der Strecke, längs durch die Alpen, geschafft. Mit einer sehr persönlichen Geschichte endet dieser Teil, mit dem Traum eines 30-jährigen Franzosen, der die Hälfte seines Lebens im Rollstuhl verbracht hat und es einmal auf den Mont Blanc schaffen will.
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